PMDS und Trauma

Wenn Dein Zyklus Dich jeden Monat aus der Bahn wirft

PMDS, Trauma und Dein Nervensystem

PMDS & Trauma

Es gibt Frauen, die nicht „nur“ ein paar Tage vor der Periode gereizt sind, sondern jeden Monat das Gefühl haben, innerlich zusammenzubrechen.

Plötzlich ist alles zu viel: du zweifelst an deinen Beziehungen, hasst deinen Körper, willst am liebsten kündigen oder einfach verschwinden. Und kaum setzt die Periode ein, wird es wieder „normal“ – bis zur nächsten Runde.

Wenn du dich darin wiedererkennst, könnte mehr dahinterstecken als „gewöhnliches PMS“.

Was ist PMDS?

PMDS (premenstruelle dysphorische Störung) ist eine schwere Form zyklischer Stimmungsschwankungen.
Typisch ist, dass sich Symptome fast ausschließlich in den Tagen und Wochen vor der Menstruation zeigen und nach Beginn der Blutung deutlich nachlassen.
 
Dazu können gehören:
  • starke Stimmungseinbrüche bis hin zu depressiver Verstimmung
  • Reizbarkeit, Wutausbrüche, Konflikte in Beziehungen
  • innere Unruhe, Panik, Grübeln
  • extremes Erschöpfungsgefühl, „Brain Fog“
  • Selbsthass, Scham, das Gefühl, „komplett falsch“ zu sein

 

Wichtig: PMDS ist kein Charakterfehler und keine Schwäche. Es ist ein ernstzunehmendes Muster, bei dem Hormone, Nervensystem und Lebensgeschichte zusammenwirken.

3. Wie Trauma, Bindung und Nervensystem bei PMDS mitreden

Unser Nervensystem speichert Erfahrungen – besonders die frühen.
 
Wenn du in einem Umfeld aufgewachsen bist, in dem du dich oft unsicher, überfordert oder allein gelassen gefühlt hast, dann hat das dein Nervensystem beeinflusst und so kann dein Nervensystem heute schneller Alarm schlagen als dir lieb ist.
 
In der zweiten Zyklushälfte („Lutealphase“) verändert sich nicht nur der Hormonspiegel, sondern auch, wie empfindlich dein Nervensystem auf diese Hormone reagiert.
Bestimmte Botenstoffe (wie GABA und Serotonin) wirken normalerweise beruhigend auf unser Gehirn.
 
In der Lutealphase steigen und fallen ihre Wirkungen jedoch stärker – und wenn dein Nervensystem ohnehin durch frühere Belastungen sensibler ist, kann es diese Schwankungen viel intensiver erleben.
 
Man könnte sagen: Die Hormone „drehen am Regler“, aber wie laut es dann wirklich wird, hängt stark davon ab, wie dein Nervensystem eingestellt ist – und welche Erfahrungen es gespeichert hat.
 
Für manche Frauen bedeutet das:
 
  • Reizbarkeit nimmt extrem zu
  • alte Verletzungen und Muster kommen näher an die Oberfläche
  • Konflikte, die sonst gerade noch „funktionieren“, eskalieren.
 
Wenn dann noch ungelöste Bindungs- oder Entwicklungsthemen dazukommen, kann sich die prämenstruelle Phase anfühlen wie eine Lupe auf alles, was ohnehin weh tut.
 
Es ist nicht „alles im Kopf“ – aber dein Nervensystem ist stark beteiligt. Genau hier setzt traumasensible Begleitung an.

4. Warum ein Zyklus- & Nervensystemprotokoll hilft

Bevor wir irgendetwas verändern, brauchen wir Klarheit:
Was passiert wirklich, an welchen Tagen? Wie stark sind Stimmung, innere Unruhe, Energie, Körperempfinden, Konflikte?


Dafür habe ich ein Zyklus- & Nervensystemprotokoll entwickelt, das du täglich in wenigen Minuten ausfüllen kannst.

Du trägst unter anderem ein:

  • wie hoch deine innere Unruhe / Angst ist
  • wie sich deine Energie und dein Antrieb anfühlen
  • welche Körperreize und Trigger auftauchen
  • welche Werkzeuge du genutzt hast (z.B. SE-Übung, Struktur, Digital Detox)
 
Über 2–3 Zyklen entsteht so ein Bild deines ganz persönlichen Musters – und wir können gemeinsam sehen:
 
  • wann genau kippt es?
  • welche Situationen oder Trigger tauchen immer wieder auf?
  • welche regulierenden Schritte helfen dir – und welche nicht?
 
Das Protokoll ist kein Kontrollinstrument, sondern eine Art Landkarte für dich und dein Nervensystem.
 
Wenn du möchtest, kannst du dir den Tracker kostenlos herunterladen und sofort beginnen, deinen Zyklus bewusster zu beobachten.
 

Wie ich Dich begleite

In meiner Online-Praxis begleite ich Frauen, die:
 
  • jeden Monat eine „andere Version“ von sich erleben
  • merken, dass alte Themen und heutiger Zyklus sich gegenseitig verstärken
  • ihr Nervensystem besser verstehen und regulieren möchten
  • nicht nur Symptome „wegmachen“, sondern tiefer hinschauen wollen – in ihrem Tempo
 
Wir arbeiten traumasensibel und körperorientiert, u.a. mit:
  • Nervensystemregulation (z.B. SE-inspirierte Übungen)
  • Arbeit mit Anteilen/Inneren Bildern
  • Psychoedukation zu Zyklus, Nervensystem und ihren Zusammenhängen
  • Struktur und Alltagsbegleitung durch schwierige Phasen
 
Der Zyklus wird nicht als Störfaktor behandelt, sondern als wiederkehrendes Fenster, in dem sichtbar wird, was dein System gerade braucht.

Für Dich

Wenn du das Gefühl hast, dass dein Zyklus dich jeden Monat an die Grenze bringt und du das nicht länger allein tragen möchtest, melde dich gerne für ein erstes Gespräch.


Wir schauen gemeinsam, ob PMDS eine Rolle spielt, welche Muster dein Nervensystem zeigt und welche nächsten Schritte dir Entlastung bringen können – ohne schnelle Versprechen, aber mit einer klaren, warmen Begleitung.