Manche Erfahrungen hinterlassen Spuren, die noch Jahre später spürbar sind – in unseren Gefühlen, körperlichen Reaktionen oder Beziehungen.
In meiner Online-Praxis begleite ich Menschen, die unter den Folgen belastender Erfahrungen sowie Bindungs- und Entwicklungstrauma leiden.
EMDR kann dabei eine Möglichkeit sein, belastende Erinnerungen und die damit verbundenen Reaktionen zu bearbeiten. Ob und wann diese Methode sinnvoll ist, entscheiden wir gemeinsam – behutsam, gut vorbereitet und in einem Tempo, das zur individuellen Situation passt.
Manche Erfahrungen hinterlassen Spuren, die noch Jahre später spürbar sind – in unseren Gefühlen, körperlichen Reaktionen oder Beziehungen.
In meiner Online-Praxis begleite ich Menschen, die unter den Folgen belastender Erfahrungen sowie Bindungs- und Entwicklungstrauma leiden.
EMDR kann dabei eine Möglichkeit sein, belastende Erinnerungen und die damit verbundenen Reaktionen zu bearbeiten. Ob und wann diese Methode sinnvoll ist, entscheiden wir gemeinsam – behutsam, gut vorbereitet und in einem Tempo, das zur individuellen Situation passt.
Manchmal fühlt sich etwas an, als wäre es erst gestern passiert – obwohl die Erfahrung schon viele Jahre zurückliegt.
Ein bestimmter Satz, ein Blick oder eine Situation genügt, und plötzlich sind Gefühle oder körperliche Reaktionen da, die sich kaum erklären lassen.
Besonders belastende Erfahrungen aus der Kindheit können Spuren hinterlassen. Sie beeinflussen manchmal noch heute, wie wir Nähe erleben, auf Konflikte reagieren oder uns selbst wahrnehmen.
EMDR ist eine traumatherapeutische Methode, die dabei unterstützen kann, belastende Erinnerungen zu verarbeiten und die damit verbundenen emotionalen und körperlichen Reaktionen zu verändern.
Dabei geht es nicht darum, die Vergangenheit ungeschehen zu machen, sondern darum, dass sie im Heute weniger belastend wird.
„Unsere Vergangenheit wirkt in die Gegenwart hinein – oft, ohne dass wir es überhaupt merken.“
angelehnt an Francine Shapiro
EMDR steht für Eye Movement Desensitization and Reprocessing – auf Deutsch „Desensibilisierung und Verarbeitung durch Augenbewegungen“.
Belastende Erfahrungen können manchmal so verarbeitet werden, dass bestimmte Erinnerungen auch Jahre später noch intensive Gefühle oder körperliche Reaktionen auslösen.
EMDR setzt an diesen Erinnerungen und den damit verbundenen Reaktionen an.
Während der therapeutischen Arbeit wird die Aufmerksamkeit auf bestimmte Aspekte einer belastenden Erfahrung gerichtet. Gleichzeitig erfolgt eine sogenannte bilaterale Stimulation, beispielsweise durch angeleitete Augenbewegungen, abwechselnde Töne oder sanftes Klopfen.
Diese Vorgehensweise kann die Verarbeitung belastender Erinnerungen unterstützen. Gefühle, Gedanken und Körperreaktionen können sich dabei verändern, sodass die Erinnerung zunehmend als etwas Vergangenes erlebt werden kann.
Die Erfahrung bleibt Teil der eigenen Geschichte – aber die Belastung, die mit ihr verbunden ist, kann abnehmen.
EMDR kann bei der Verarbeitung unterschiedlicher belastender Erfahrungen unterstützen. Dazu gehören sowohl einzelne einschneidende Ereignisse als auch wiederholte Erfahrungen, die über längere Zeit belastend waren.
Manchmal zeigen sich die Folgen erst Jahre später, beispielsweise durch:
Gerade bei Bindungs- und Entwicklungstrauma geht es häufig nicht um eine einzelne Erinnerung, sondern um viele Erfahrungen, die das eigene Erleben und die Beziehung zu anderen Menschen geprägt haben.
Deshalb ist EMDR in meiner Praxis kein isoliertes Verfahren, sondern kann Teil eines umfassenderen therapeutischen Prozesses sein. Dabei berücksichtigen wir auch innere Anteile, persönliche Schutzstrategien und vorhandene Ressourcen.
Ob EMDR im individuellen Fall geeignet ist, klären wir gemeinsam.
1. Kennenlernen und Orientierung
Zu Beginn stehen das persönliche Anliegen, die bisherigen Erfahrungen und die aktuelle Lebenssituation im Mittelpunkt. Gemeinsam klären wir, welche Themen belasten und welche Form der therapeutischen Begleitung sinnvoll ist.
2. Stabilisierung und Ressourcen
Bevor belastende Erinnerungen bearbeitet werden, geht es darum, innere Sicherheit und Stabilität zu fördern. Dabei können Ressourcenarbeit, Übungen zur Selbstregulation und die Arbeit mit inneren Anteilen unterstützen.
3. Vorbereitung der Erinnerungsbearbeitung
Gemeinsam wählen wir eine belastende Erinnerung oder Situation aus, die im therapeutischen Prozess bearbeitet werden soll. Dabei berücksichtigen wir die damit verbundenen Gedanken, Gefühle und Körperreaktionen.
4. Verarbeitung mit EMDR
Während der Erinnerungsbearbeitung erfolgt eine bilaterale Stimulation, beispielsweise durch angeleitete Augenbewegungen. Auftauchende Gedanken, Gefühle und Körperempfindungen werden wahrgenommen und therapeutisch begleitet. Das Vorgehen orientiert sich an den individuellen Reaktionen und der aktuellen Belastbarkeit.
5. Integration und Nachbereitung
Zum Abschluss werden die Erfahrungen eingeordnet und die aktuelle Stabilität überprüft. Veränderungen, neue Perspektiven und mögliche Auswirkungen auf den Alltag können in den folgenden Sitzungen weiter aufgegriffen werden.
EMDR ist eine starke Methode – und genau deshalb setze ich sie bewusst und dosiert ein. Gerade bei Bindungs- und Entwicklungstrauma geht es nicht nur darum, einzelne Bilder „wegzumachen“, sondern:
Manchmal ist EMDR genau das Richtige. Und manchmal ist eine Arbeit mit Ego States / inneren Anteilen zunächst hilfreicher oder angenehmer. Manchmal wechseln sich beide Zugänge im Prozess ab.
Wichtig ist: Wir entscheiden gemeinsam, was für sie im jeweiligen Moment stimmig ist – nicht die Methode steht im Vordergrund, sondern sie.
Wenn sie unsicher sind, ob EMDR für sie passt, können wir das im Kennenlerntermin in Ruhe besprechen.