Wenn der Körper reagiert – über Ursache und Wirkung.
Viele Menschen sagen: „Ich weiß gar nicht, warum ich so reagiere. Es ist doch eigentlich alles gut.“
Das ist kein Widerspruch. Und es ist kein Zeichen mangelnder Selbstkontrolle.
Unser Körper lernt durch Erfahrung. Vor allem durch wiederholte Erfahrungen in frühen Lebensphasen.
Wenn Überforderung, Unsicherheit oder Alleinsein häufig waren, speichert das Nervensystem diese Zustände ab – nicht als Erinnerung, sondern als Reaktionsmuster, oftmals getriggert durch Reize, die wir noch nicht einmal wahrnehmen.
Der Körper merkt sich:
Diese Muster laufen automatisch ab. Ohne bewusste Entscheidung
In belastenden Situationen reagiert der Körper oft schneller als der Verstand. Typische Reaktionsformen sind:
Jeder Mensch trägt mehrere dieser Muster in sich. Welche aktiviert werden, hängt von früheren Erfahrungen ab und nicht von Willenskraft.
Das Nervensystem unterscheidet nicht zwischen „damals“ und „jetzt“. Es reagiert auf innere Zustände, nicht auf logische Erklärungen.
Deshalb kann es passieren, dass:
Das ist kein Rückschritt. Das ist ein erlerntes Schutzsystem.
Veränderung entsteht nicht durch „sich zusammenreißen“ oder durch Kompensationen wie z.B. Alkohol trinken.
Sondern durch:
Kurz: durch Beziehung – zu dir selbst und im therapeutischen Raum.
In meiner Arbeit geht es darum, diese Reaktionsmuster nicht zu bekämpfen, sondern sie zu verstehen und zu integrieren. Damit dein Körper Schritt für Schritt lernen kann, dass heute andere Möglichkeiten bestehen als früher.
Nicht mit Druck.
Sondern mit Stabilität, Klarheit und Zeit.
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