Leidest du unter ADHS und merkst, dass pünktlich in der zweiten Zyklushälfte deine Symptome völlig außer Kontrolle geraten? Dass deine ADHS-Medikamente plötzlich nicht mehr richtig wirken, die Reizoffenheit unerträglich wird und eine Welle aus emotionaler Ohnmacht, Angst oder tiefer Erschöpfung über dich hineinbricht?
Das ist kein Zufall, kein persönliches Versagen und keine Einbildung. Es ist eine hochkomplexe, biochemische Wechselwirkung in deinem Gehirn.
Wenn PMDS (Prämenstruelle Dysphorische Störung) und ADHS aufeinandertreffen, reagiert dein Nervensystem im Zwei-Wochen-Takt auf einen doppelten biochemischen Ausnahmezustand.
Um zu verstehen, warum dein System in der Lutealphase (nach dem Eisprung) so intensiv reagiert, hilft ein Blick auf zwei entscheidende Botenstoffe in deinem Gehirn:
Ein ADHS-Gehirn hat von Natur aus einen niedrigeren Dopaminspiegel.
Nach dem Eisprung sinkt das Hormon Östrogen drastisch. Da Östrogen jedoch maßgeblich die Produktion von Dopamin ankurbelt, bricht deine Dopamin-Versorgung in der zweiten Zyklushälfte massiv ein. Dein Gehirn funkt im absoluten Energiemangel. Die Folge: extreme Konzentrationsprobleme, tiefe Erschöpfung („Brain Fog“) und der Drang nach schneller Reiz-Kompensation.
Gleichzeitig sinkt das Progesteron. Bei PMDS führt eine genetische Besonderheit dazu, dass deine GABA-A-Rezeptoren (die eigentliche biologische Bremse deines Nervensystems) auf dieses Absinken paradox reagieren. Statt das System zu beruhigen, wird deine Amygdala – dein neuronales Alarmzentrum – in Daueralarm versetzt.
Dein Motor läuft ohne Öl (Dopamin-Mangel) und gleichzeitig auf absolutem Vollgas (keine GABA-Bremse). Reize können nicht mehr gefiltert werden. Jede Kleinigkeit fühlt sich für dein Nervensystem an wie eine existenzielle Bedrohung.
Für Frauen mit PMDS und ADHS entsteht dadurch oft ein eigenständiger, chronischer Stresskreislauf:
In der ersten Zyklushälfte (Follikelphase) ist das Dopamin da – du fühlst dich stark, planst deinen Kalender voll und nutzt deinen Hyperfokus. Sobald die Lutealphase einsetzt, bricht dieses Kartenhaus zusammen.
Das ständige Hoffen und die wiederkehrende Enttäuschung jeden Monat festigen den Glaubenssatz: „Ich schaffe es einfach nicht. Ich bin falsch.“ Herkömmliche Therapien greifen hier oft zu kurz, weil sie die zyklische Biologie deines Gehirns völlig übersehen.
In meiner Online-Praxis arbeiten wir genau an dieser Schnittstelle. Wir zwingen dein System nicht in starre, unpassende Regeln, sondern nutzen ein neurobiologisches, zyklusorientiertes Konzept:
Wir bauen in deinen stabilen Wochen ein Sicherheitsnetz auf. Durch gezieltes „No-Decision-Food“(psychoedukativ) schützen wir dein Gehirn vor Blutzucker-Stürzen (die Cortisol und damit PMDS-Explosionen triggern). Wir etablieren sensorische Pausen, um deine filterlose Amygdala vor dem Heißlaufen zu bewahren.
Wir passen deinen Alltag an die Biologie deines Gehirns auf Basis einer zyklus-synchronisierten Strukturan. Statt dich gegen starre Regeln aufzulehnen, teilen wir deinen Monat in zwei völlig unterschiedliche Funktions-Phasen auf: In der ersten Zyklushälfte nutzen wir die natürliche Stärke deines Systems für Aktivität und Kreativität. In der zweiten Hälfte setzen wir auf eine gezielte Reiz- und Terminreduktion, um deine biochemische GABA-Bremse maximal zu entlasten.
Erst wenn diese obere, schwere Schicht aus hormonellem Daueralarm beruhigt ist und dein Nervensystem wieder Luft zum Atmen hat, gehen wir tiefer. Wir verarbeiten sanft die tiefer liegenden Stressmuster und Prägungen, damit dein System dauerhaft in eine gesunde Grundspannung zurückfinden kann.
Du bist den Hormonen und deinem Gehirn nicht hilflos ausgeliefert. Dein Nervensystem kann lernen, sich mitten im Sturm sicher zu regulieren.
Lass uns dein Nervensystem gemeinsam wieder in deine Macht zurückholen. Buche dir jetzt dein unverbindliches 1:1-Erstgespräch.