Stressarten und PMDS

Es trifft Dich härter als andere: Drei Stressarten, die zusammenwirken

Was, wenn diese überwältigende Reaktion gar nicht aus dem Nichts kommt? Was, wenn sie sich aus drei Quellen zusammensetzt, die du selbst erkennen kannst, sobald du weißt, wo du hinschauen musst? Mehr zu den drei Stressarten und PMDS findest Du in diesem Artikel.

Schicht eins: Der Stress von heute

Job, Beziehung, Termine, der ganz normale Alltag. Das kennt jeder.

Während die Generationen ein relativ geregeltes Leben haben und im Alltag die Tage oft gleich aussahen, ist das Leben heute schneller, vielseitiger und für unser Nerbensystem ein Stück weit unberechenbar. Und genau das löst Stress aus. Alles was wir tun, wird intern im Nervensystem auf Gefahren überprüft. Und genau das macht Stress.

Bei PMDS kommt hinzu, dass dein Nervensystem durch die hormonelle Sensitivität in diesen Tagen mit einer zusätzlichen Last zu tun hat (du erinnerst dich an die Türsteherin aus dem letzten Artikel) und das entscheidet mit, wie viel Kapazität für den ganz normalen Alltagsstress noch übrig bleibt.

Schicht zwei: Scham und Schuld nach und die Angst vor den nächsten schweren Tagen

Die zweite Schicht entsteht oft nach den schweren Tagen. Was in der letzten Phase passiert ist, vielleicht ein Wort, das du nicht zurücknehmen kannst, vielleicht Dinge, die tagelang liegen geblieben sind, wirken nach.

Scham und Schuld mischen sich dazu, und daraus entsteht etwas Eigenes: die Angst vor der nächsten Phase. Diese Angst ist kein Nebenschauplatz, sie wird selbst zur Belastung, die sich schon aufbaut, lange bevor die nächste Phase überhaupt beginnt.

Schicht drei: Was schon früher da war

Manchmal reicht der Alltag und der Nachgang allein nicht aus, um zu erklären, wie stark eine Reaktion ausfällt. Bei manchen Frauen schwingt etwas Älteres mit, Muster, die schon lange vor PMDS angelegt wurden und die heute durch den Alltag und die PMDS Symtomatik getriggert werden.

Was diese Schichten verbindet

Was diese drei Schichten verbindet, ist ein Gefühl, das oft größer ist als jede einzelne von ihnen: Hilflosigkeit, Scham, Schuld, das Ausgeliefertsein.

Selbst in einer guten Phase ist da oft schon die nächste Sorge: Wird es wieder so schlimm? Kann ich das nächste Mal verhindern? Was du da beschreibst, hat einen Namen und dieser lautet PMDS. Du bist nicht die Einzige, die das kennt.

Darf ich dich etwas fragen?

Wenn du an deine letzte schwierige Phase denkst: Welche dieser drei Stimmen war am lautesten? Der Alltag, das alte Gefühl, oder die Angst vor dem, was kommt?

Bild: https://unsplash.com/de/fotos/licht-und-schatten-auf-einer-strukturierten-oberflache-TWf2BwFn0sY?utm_source=unsplash&utm_medium=referral&utm_content=creditShareLink